United We Stream geht mit Dominik Eulberg auf Forschungsreise in die geheimsten Ecken des Museums für Naturkunde Berlin

Clubkultur und Naturkunde verschmelzen auf einzigartig künstlerische Weise im digitalen Raum.

Was haben Clubkultur und Biodiversität gemeinsam? Beides sind komplexe, fragile Systeme, akut bedroht und ihr Erhalt elementar. Deshalb vereinen Dominik Eulberg und United We Stream ihre Kräfte, um Bewusstsein für die Einmaligkeit, Vielfältigkeit und Zerbrechlichkeit der beiden Systeme zu schaffen und einen besonderen Impuls für gesellschaftlichen Wandel zu geben.

Unter der Überschrift THE SOUND OF BIODIVERSITY präsentiert der Naturwissenschaftler und bekannte Musikproduzent Dominik Eulberg ein eigens erstelltes Live-Set, das er, zugeschnitten auf eine digitale Museumstour mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Kim Mortega, arrangiert hat. Der Rundgang führt durch die Ausstellungsräume des Museums für Naturkunde Berlin und eine Vielzahl von Forschungssammlungen, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben.

UNITED WE STREAM: Dominik Eulberg – The Sound of Biodiversity
19. Dezember 2020, 19:00 – 21:30 Uhr (CET)
Veranstaltungsort:
Museum für Naturkunde Berlin
Weitere Partner: Deutsche Wildtier Stiftung, NABU, Voelkel Naturkostsäfte

“Mit dem Museum für Naturkunde als innovative Bildungsstätte, und United We Stream als hoch elaborierten Kunstvermittler, eine aparte Melange für meine Mission“, beschreibt Dominik Eulberg seine besondere Koproduktion mit United We Stream und dem Museum für Naturkunde Berlin.

Mit ihm als Vermittler der Humboldtschen Idee wurde ein Stream im Museum produziert, der sich der Verständigung zwischen Wissenschaft, Naturschutz und Clubkultur widmet. Die Zuschauer:innen erwartet ein eigens erstelltes 90-minütiges Live-Set des interdisziplinären, elektronischen Konzept-Künstlers vor der atemberaubenden Biodiversitäts-Wand des Museums für Naturkunde, welches im kreativen Wechselspiel mit der digitalen Museumstour von Dr. Kim Mortega agiert. Auditiv begleitet durch das Live-Set, führt sie die Zuschauer:innen durch die, für die Öffentlichkeit unzugänglichen Räume, die weit mehr als 90 Prozent der Fläche des Museums ausmachen. Denn hier befindet sich der wahre Schatz der Institution. 30 Millionen Exponate sind zu einer gigantischen, wissenschaftlichen Sammlung zusammengetragen, und die Kamera zeigt, was sich in ihnen verbirgt. Ein Konvolut an Naturschätzen, Fragilitäten und farbenfroher Diversität, die das kindliche Staunen der Zuschauer:innen reaktiviert und für die Wunder der Natur sensibilisiert. Für Eulberg klingt jeder dieser Räume anders und diese Atmosphären nimmt er auf, übersetzt sie in seinen ganz eigenen elektronischen Klang und verbindet so, was er schützt und schätzt: Techno und Biodiversität!

In inhaltlicher Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Deutsche Wildtier Stiftung, NABU und Voelkel Naturkostsäfte wurden aktuelle Studien, Schutzprogramme und weitere Maßnahmen zusammengetragen, so dass im Stream wertvolle Aspekte des Naturschutzes, als auch der Naturbildung, Erwähnung finden. Zudem steuerten sie Informationen zu den gezeigten Exponaten der Museumstour bei, die es den Zuschauer:innen auf elegante Weise ermöglicht, das Gesehene einzuordnen und die Natur zu verstehen.

Durch die gegenseitige Unterstützung der Kooperationspartner wurde wertvolles Wissen gebündelt, und im Sinne von “united” – “vereint”, das gemeinsame Ziel transportiert:
Der Erhalt einer genetisch diversen Artenvielfalt und einer Vielfalt an natürlichen Lebensräumen, sowie die Begeisterung für und den Schutz derselben zu erreichen.

“Der Mensch sieht nur, was er kennt und schützt nur, was er schätzt.” Dominik Eulberg

Nach dem Zusammenspiel aus Museumstour und Live-Set folgt ein einstündiger Talk zwischen Dr. Kim Mortega und Dominik Eulberg, in dem sie über die Systemrelevanz von Kunst und Clubkultur, über das Humboldtsche Bildungsideal, das Museum im Wandel der Zeit und über den Zustand der heimischen Biodiversität sprechen. Sie zeigen auf, weshalb die Vermittlung und Sensibilisierung durch Kunst notwendig und warum die Biodiversität eine Überlebensversicherung für uns und kommende Generationen ist.

Das Museum für Naturkunde Berlin prägt als exzellentes Forschungsmuseum und innovatives Kommunikationszentrum den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog um die Zukunft unserer Erde mit – weltweit.
“Die interdisziplinäre Kooperation mit Dominik Eulberg und United We Stream und dieses neue Streaming Format ist ein weiterer Schritt in Richtung einer sozial-ökologischen Transformation”, so Dr. Kim Mortega.

THE SOUND OF BIODIVERSITY soll die Zuschauer:innen ermutigen, einen Ausblick in die Zukunft zu wagen: Welche gesellschaftlichen Aufgaben liegen vor uns? Welche Entwicklung ist absehbar? Was steht der Clubkultur weltweit bevor und wie kann unsere solidarische Antwort darauf lauten? Ebenso verhält es sich mit der Natur und der bedrohten Biodiversität. Auch dort lässt der Status Quo wenig Raum für ein “Weiter-so!”. Kunst und Clubkultur werden hier als bedeutungsvolle Türöffner verstanden, um neue Dialoge in Gang zu setzen, Brücken zum Naturschutz zu schlagen und sich gemeinsam für einen Wandel in unserer Gesellschaft einzusetzen.

Zusätzliche Informationen zu UNITED WE STREAM

Die Clubkultur steckt weltweit in einer noch nie dagewesenen Krise und Deutschland im zweiten Lockdown. UNITED WE STREAM setzt sich seit Beginn der Pandemie für den Erhalt der Clubkultur ein und macht auf ihre gefährdete Situation aufmerksam. Das Berliner Projekt konnte mehr als 500.000,00 Euro für lokale Clubs sammeln und begründete eine weltweite Solidaritätskampagne. UNITED WE STREAM zieht durch unterschiedliche, genreübergreifende Kulturformate an wechselnden Clubs und Kulturstandorten weltweit ein breites Publikum an. Die Plattform wurde am 18. März 2020 ins Leben gerufen und hat seitdem weltweit über 40 Millionen Views generiert. Innerhalb des digitalen Raums finden Musikliebhaber:innen einen niedrigschwelligen Zugang zu einer integrativen Variante von Kulturprogrammen und Clubkultur. Knapp 2200 Künstler:innen an 437 Standorten aus 96 Städten haben bereits am Streaming teilgenommen und weltweit Spenden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gesammelt.

Mehr als fünf Millionen Zuschauer – Streamingplattform wird international

Berlin. Vor 14 Tagen startete die Clubcommission Berlin e.V. und Reclaim Club Culture in Zusammenarbeit mit ARTE Concert die Plattform unitedwestream.berlin. Die Aktion ist eine Reaktion auf den Berlinweiten Shutdown aller Kulturorte, aufgrund des kursierenden Corona-Virus. Nun schließen sich Städte und Regionen aus ganz Europa an und das Programm wird um Debattenbeiträge erweitert.

Im Rahmen des Projektes werden täglich DJ- und Konzertauftritte live gestreamt, jeweils aus einem anderen menschenleeren Berliner Club. Die Beiträge werden über Internetseiten und Social Media Plattformen verbreitet und bis heute mehr als fünf Millionen Mal aufgerufen. Die damit verbundene Spendensammlung zugunsten notleidender Clubs und Veranstalter, hat bereits 300.000 Euro eingenommen.

Die Einnahmen werden nach einem Verteilungsschlüssel ausbezahlt, um Clubs und Veranstaltern insbesondere Mietzahlungen zu ermöglichen. Zudem fließen 8% der Einnahmen an den “Stiftungsfond Zivile Seenotrettung”, dessen klare und transparente Förderkriterien eine zügige Mittelvergabe an NGOs in Griechenland sowie die zivilen Seenotrettung im Mittelmeer ermöglicht. Dadurch setzt die Initiative ein zusätzliches solidarisches Zeichen: Es geht nicht nur um Clubs – Solidarität brauchen Viele!

United We Stream wird global ausgerollt

Allerdings nicht nur das Berliner Nachtleben wurde stillgelegt. In nahezu allen Städten rund um den Globus stehen die Clubs leer und deren Betreiber*innen und Mitarbeiter*innen vor dem finanziellen Ruin. Doch die Solidarität in der globalen Clublandschaft ist groß. Nach dem erfolgreichen Launch in Berlin wird nun auch der Rest der Welt Teil des größten digitalen Clubs. 

Mehr als zehn Städte und Regionen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt erhalten nun ihre eigene Streaming-Website, um mit vielfältigem Programm auf die lokalen Funding-Kampagnen hinzuweisen. Diese lokalen Kampagnen werden dann auf www.unitedwestream.org wieder zu einer globalen Dimension zusammengeführt: In Zusammenarbeit mit ARTE Concert werden ausgewählte Highlights aus der globalen United We Stream Community präsentiert. Beim größten digitalen Club der Welt sind mit dabei u.a.: Shelter (Amsterdam), Grelle Forelle (Wien), Übel&Gefährlich (Hamburg), Harry Klein (München), Destillery (Leipzig), The Warehouse Project (Manchester), Friedas Pier (Stuttgart). Der internationale Kick-Off startet am Samstag, den 4.4.2020 ab 12 Uhr mittags mit einem 12h Stream.

Vorträge, Diskussionen und Film-Screenings #UnitedWeTalk

Ab Sonntag, den 5.4.2020 wird im Vorprogramm des Musik-Streams ein umfangreiches Debattenformat “United we Talk: Point Zero” auf der Plattform gelauncht. In diesem Format wird die globale Krise als ein Startpunkt für eine notwendige gesellschaftliche Transformation begriffen: Gäste von Pop über Aktivismus bis Wissenschaft denken in die Zukunft, formulieren Visionen, setzen politische Forderungen und teilen neue Ideen. In jeder Episode kommen Betroffene und internationale Perspektiven zu Wort. Motto der ersten Folge ist “Future Habitat”.

EINLADUNG ZUR VIRTUELLEN PRESSEKONFERENZ AM 01.04.2020 & PRESSEMITTEILUNG #2 von Reclaim Club Culture zur #unitedwestream und zur Spendenkampagne “Save Berlin’s club culture in quarantine” zum 31.03.2020

Liebe Medienvertreter*innen // Medienvertretende, liebe Interessent*innen // Interessierte
 
im Namen von Reclaim Club Culture und der Clubcommission Berlin laden wir Sie herzlich ein zu unserer Online-Pressekonferenz, am 01.04.2020 um 11:00 Uhr aus den Alex.TV Studios bzgl. “United We Stream” und der dazu laufende Spenden-Kampagne “Save Berlin’s Club Culture in Quarantine”. Sie erhalten dort einen Zwischenbericht zum bisherigen Verlauf der Kampagne sowie der weiteren Planung und inhaltlichen Erweiterung des Streams. 
 
Seit dem 18.03.2020 läuft die Kampagne zur Rettung der Berliner Clubkultur über https://unitedwestream.berlin, die an den Spendenaufruf (https://uws.betterplace.org) gekoppelt ist. Unter dem Motto “Solidarität brauchen Viele” werden auch Gelder für den Stiftungsfond “Zivile Seenotrettung” gesammelt, um so mit einem Anteil von 8% des gesamten Spendenvolumens Geflüchteteninitiativen zu unterstützen. 
 
Bitte berücksichtigen Sie die Pressemeldung im Anhang.
 
Mit besten Grüßen
 


 
Die Online-Pressekonferenz findet statt am: 
 
Mittwoch, 01.04.2020 um 11 Uhr
Den Link zum Video-Stream der Veranstaltung stellen wir am Mittwoch um 11:00 auf www.unitedwestream.org zur Verfügung
 


 
Weitere Informationen zum Ablauf der virtuellen Pressekonferenz: 
Auf Grund der aktuellen Lage werden neben der Moderation ausschließlich die Pressesprecher*innen der Clubcommission Berlin und von Reclaim Clubculture vor Ort sein. Expert*innen aus den unterschiedlichen Gewerken und Projektpartner*innen, sowie alle Interessierten und Pressevertreter*innen werden online zugeschaltet.
 
Wir bitten Sie, sich bis Mittwoch um 09:00 Uhr unter presse@unitedwestream.org zur Online-Pressekonferenz anzumelden. Sie erhalten dann mit Ihrer Akkreditierungs-E-Mail einen Einladungs-Link mit Information zur Einwahl in den virtuellen Raum. Bitte stellen Sie vorab sicher, dass Sie alle technischen Vorabinformationen gelesen und alle technischen Vorkehrungen für einen reibungslosen Ablauf der Konferenz getroffen haben. Gerne können Sie mit Ihrer Anmeldung auch schon erste Fragen schicken. Sie werden während der Pressekonferenz die Möglichkeit bekommen, Fragen per Chat oder Audio-Einwahl zu stellen. 
 
Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass Video- und Sprachaufnahmen während der Online-Pressekonferenz gestattet sind und bitten daher alle Beteiligten um eine entsprechende Einverständniserklärung. Anfragen für Einzelinterviews mit den Initiator*innen schicken Sie bitte an Rosa Rave (Pressesprecher*in Reclaim Club Culture, Kontakt: clubculture@riseup.net) und Lutz Leichsenring (Pressesprecher Clubcommission, Kontakt: presse@clubcommission.de).
 
United We Stream Berlin, 31.03.2020
 
 
*** PRESSEMITTEILUNG ***
 
 
Seit dem 18.03.2020 läuft die Kampagne “United We Stream” zur Rettung der Berliner Clubkultur über https://unitedwestream.berlin, die an den Spendenaufruf “Save Berlin’s Club Culture in Quarantine”  (https://uws.betterplace.org) gekoppelt ist. 

Unter dem Motto “Solidarität brauchen Viele” werden auch Gelder für den Stiftungsfond “Zivile Seenotrettung” gesammelt, um so mit einem Anteil von 8% des gesamten Spendenvolumens Geflüchteteninitiativen zu unterstützen. 

Gemeinsam mit vielen helfenden Händen laufen derzeit Tag für Tag von 19-24 Uhr DJ-Sets und Live-Konzerte, gestreamt aus verschiedenen Clubs der Berliner Clublandschaft. Dabei wird während der Corona-Quarantäne die musikalische Bandbreite der Berliner Clubkultur in viele Wohnzimmer oder WG-Küchen gebracht. In der virtuellen Clubatmosphäre bekommen alle ihre tägliche Dosis Sound und können währenddessen durch Spenden ihren Beitrag zum Erhalt der Clubkultur leisten. 

Möglich ist dieses einzigartige Projekt nur dadurch, dass derzeit Tag und Nacht hunderte Freiwillige am Programm und dessen Umsetzung arbeiten. Bereits mehrere Dutzend Clubs haben sich dem Projekt angeschlossen. Knapp 5 Mio. Menschen wurden bis heute mit der “United We Stream”-Kampagne über die verschiedenen Social Media- und Streaming-Kanäle der Kampagne erreicht.
 
Trotz der enormen Spendenbereitschaft – es konnten bis dato knapp 300.000 € gesammelt werden –  wird die Summe bei weitem nicht ausreichen, um den Bestand an Clubs und die zehntausenden daran geknüpften Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu erhalten. 
 
 
United We Stream goes global – and beyond Corona
 

#UnitedWeStream hat innerhalb von nur 11 Tagen ein hohes Maß an Bekanntheit erlangt und wächst stetig und schnell weiter. Als Ergänzung des Musikprogramms werden momentan weitere Programmformate mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Politik und der Kulturszene erarbeitet. 

#UnitedWeTalk: Die ganze Welt der Menschen ist durch das Corona-Virus aus den Fugen geraten. Plötzlich ist alles anders. Politische Handlungen, die vor vier Wochen noch völlig unrealistisch waren, passieren plötzlich über Nacht. Die Welt nach dieser einzigartigen globalen Krise muss jetzt neu erfunden, ausgehandelt, weiterentwickelt und auf die politische Agenda gesetzt werden. 

Mit dem Debattenformat “United we Talk: Point Zero” wird die globale Krise als ein Startpunkt für eine notwendige gesellschaftliche Transformation begriffen: Gäste von Pop über Aktivismus bis Wissenschaft denken in die Zukunft, formulieren Visionen, setzen politische Forderungen und teilen neue Ideen. In jeder Episode kommen Betroffene und internationale Perspektiven zu Wort. Start der Reihe ist am Sonntag den 5. April zum Thema “Future Habitat”.
 
Die Berliner Kampagne hat bereits viele andere Städte weltweit inspiriert eigene “United We Stream”-Varianten zu gründen. Mit einem Open-Source-Konzept stellt https://unitedwestream.berlin anderen Städten Know-How und die inzwischen angemeldete Marke zur Verfügung. Im Gegenzug übernehmen die angedockten Projekte den Verteilerschlüssel und verpflichten sich, andere gemeinnützige Projekte mit 8% zu unterstützen. Waren bisher Soli-Parties und Demo-Raves das Mittel der Wahl für Proteste und Widerstand, braucht es nun neue Konzepte der politischen Intervention:
 
“United We Stream” begreift sich als notwendige politische Kampagne, um auf die größte Herausforderung, vor der die Clubkultur Berlins in ihrer Geschichte jemals stand, zu reagieren. Clubkultur ist bekannt dafür, sich schnell und spontan neuen Umständen anzupassen. Solidarisches Handeln und die Fähigkeit, schnell kreative Lösungen für Probleme finden zu können, werden in dieser Situation jedoch leider nicht ausreichen. Auch die finanziellen Mittel aus dem Crowdfunding sind für den Erhalt der kulturellen Vielfalt sicherlich hilfreich, aber bei Weitem nicht genug, um das Clubsterben zu verhindern. Daher sind wir auf das Handeln der politischen Akteur*innen angewiesen.   

Grenzenlose Soldidarität ist möglich – Es braucht den politischen Willen und Entschlossenheit  

Solidarität brauchen Viele: Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen verfehlter Gesundheits-, Migrations-, Kultur- und Infrastruktur-Politik. Uns kommt es auf ein klares Bekenntnis aller zur Solidarität an. Die Antwort von Gesellschaft und Politik auf die Pandemie muss ein entschlossenes Füreinander-Eintreten sein. So wie im Rahmen unserer Kampagne große Clubs kleine Clubs supporten, müssen die wirtschaftlichen und politischen Schwergewichte Verantwortung übernehmen und solidarisch für die von Prekarisierung Betroffenen und Leidtragenden einer gescheiterten Wirtschaftspolitik einstehen. Die Solidarität darf dabei weder an der virtuellen Clubtür, noch an irgendwelchen Grenzen im Mündungsfeuer enden.  So wie einige Clubs im Winter Schlafplätze für Obdachlose oder Weihnachtsessen organisieren, was eigentlich der staatlichen Fürsorgepflicht entspräche, zeigen wir uns in dieser Kampagne solidarisch mit den Betroffenen der europäischen Abschottung. Die Berichte und Bilder der würdelosen Internierungspolitik kennen wir alle und wir sehen es als unsere Pflicht, auf diese katastrophalen Verhältnisse hinzuweisen und ein radikales Umdenken einzufordern. Wo Clubkultur diese Zustände in der Vergangenheit unter anderem mit Soli-Parties und Demo-Raves thematisiert hat, tut dies die Online-Kampagne nun durch einen solidarischen Spendenverteilungsschlüssel zugunsten der Zivilen Seenotrettung und einem symbolischen Schulterschluss mit den geförderten Initiativen. #leavenoonebehind  

Covid-19 und die dadurch ausgelöste Krise betrifft uns alle. Die breite Solidarität in der Gesellschaft ist enorm. Trotzdem trifft es prekarisierte Gruppen deutlich härter, während Gutverdienende und Privilegierte wesentlich besser dastehen. Social Distancing ist in einer Villa mit Garten oder in einem Penthouse mit Wintergarten sicherlich leichter zu ertragen, als in einer kleinen Wohnung oder in überfüllten Aufnahmezentren, Heimen, Lagern und Gefängnissen. 

Neben den psychischen Auswirkungen der Isolation nimmt die Zahl an Vorfällen häuslicher Gewalt alarmierende Ausmaße an. Die wirklich systemrelevanten Berufe, zur Zeit vor allem im Bereich der Pflege, ihre bisherige Marginalisierung und absolut unzureichende Entlohnung werden erst jetzt durch die Pandemie ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt. Viel zu spät. Die Fragilität des bestehenden Systems wird offensichtlich. Die kapitalistische Eigentums- und Wirtschaftsordnung kann für diese Krise keine humanen Lösungen bieten, da dieses Wirtschaftssystem den Aspekt der Nachhaltigkeit und Fürsorge bisher komplett ignorierte. Jahrelang wurde der Gesundheitssektor profitabilisiert, privatisiert und der notwendige Ausbau der gesundheitlichen Versorgung verhindert. Die dort arbeitenden Menschen waren schon vor dem Ausbruch der Corona-Krise an ihrer Belastungsgrenze. Vom Applaus der Bevölkerung können sie ihre mickrigen Gehälter nicht aufstocken.  

Schluss mit dem “Weiter So”.  Ergreifen wir die Chance für den Aufbau eines solidarischen Gesellschaftssystems!  

Daher gilt es jetzt für die Gesellschaft der Vielen, die Zukunft nach der Krise zu gestalten und diese Aufgabe nicht wie so oft in der jüngeren Vergangenheit der „freien Wirtschaft” zu überlassen. Dass ein entschlossenes Handeln zur Problemlösung seitens der Politik schnell gehen kann, zeigen die kürzlichen Umsetzungen von Anordnungen der Behörden und die neuen Gesetzesinitiativen.   

Corona stoppen. Clubsterben verhindern. Patriarchat abschaffen. Kapitalismus überwinden. Neue Rechte in Quarantäne!    

Für die sofortige Wiedereinsetzung des Asylrechts, für faire Asylverfahren und ein Bleiberecht für alle und auf Dauer.   Für die sofortige Evakuierung aller Schutzsuchenden auf Lesbos und die Aufnahme fairer Asylverfahren an den europäischen Außengrenzen.

#WirHabenPlatz. Für die sofortige Aussetzung des blutigen EU-Türkei Deals. 

Für die Abschaffung aller Jobcenter und anderer staatlicher Repressionsbehörden. 

Für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommen ab sofort und auf Dauer, um die Prekarisierung u.a. von Care-Berufen, Künstler*innen und Soloselbstständigen zu beenden. 

Für bessere Bezahlung und größere Wertschätzung von Sorgearbeit.

Für die Vergesellschaftung von sogennannten systemrelevanten Bereichen wie Krankenhäuser, Pharmaindustrie, öffentlicher Personennahverkehr und Lebensmittelversorgung.

Für das sofortige Aussetzen der Gewerbemieten für Clubs und Kulturstätten.

Für Entschädigungen für die Schließungen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Für die Ausweitung von Finanzierungshilfen für Selbstständige und kleine Gewerbe. 

Für ein Rettungspaket für Unternehmen mittlerer Größe.

Für die dauerhafte Aussetzung von Zwangsräumungen.

Für einen gemeinsamen Mietenstreik.

Für eine selbstorganisierte, solidarische und klimaneutrale Stadt.
 
Support your local Club.
Support your local Club workers. 
Support your local ANTIFA.
Support your local Refugee-Collective.
Support your local Squat.
Support your local Care-Team.
Support your global Seenotrettung.
 
Pressesprecherin Rosa Rave dazu: 
“Wir befinden uns zur Zeit an einem kritischen Wendepunkt in unserer Gesellschaft. Damit wir jetzt mitentscheiden können, was erhalten bleibt und was sich ändert, müssen wir JETZT handeln. Die Clubkultur werden wir über die Krise hinwegretten und alles andere stellen wir zur Debatte.”
 

#clubsterbenstoppen
#unitedwestream
#solorave
#leavenoonebehind

 Reclaim Club Culture 
Berlin, den 31.03.2020
 
Reclaim Club Culture ist ein Netzwerk aus Veranstalter*innen, Club- und Festivalbetreiber*innen, sowie Kollektiven, Forscher*innen und Kulturschaffenden der alternativen Szene.
In den vergangenen Jahren hat Reclaim Club Culture diverse Demonstrationen und Aktionen gegen die AfD, die Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen, sowie zu Themen alternativer Stadtpolitik, Verdrängung, Clubsterben und für eine andere Klimapolitik mit- bzw. selbst organisiert. 
Zusammen mit zahlreichen anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert sich Reclaim Club Culture gegen den aufkommenden Faschismus in der Gesellschaft und eine neoliberal autoritäre Staatspolitik.  
In der Öffentlichkeit ist Rosa Rave die Pressesprecher*in des Bündnisses. Sie ist eine vielstimmige antifaschistische Clubkultur-Aktivistin aus der Zukunft. 

Pressemitteilung von Reclaim Club Culture zur neuen #unitedwestream Spendenkampagne: „Save Berlin‘s club culture in quarantine“


In Zusammenarbeit mit vielen Einzelakteur*innen starten Reclaim Club Culture und die Clubcommission Berlin heute am 18.03.2020 eine Spendenkampagne für die Berliner Clubs und zur Unterstützung der zivilen Seenotrettung. Als Teil dieser Kampagne wird in Kooperation mit Arte ab heute jeden Abend aus einem anderen Club Berlins per Livestream ein kuratiertes Programm gesendet.

Das Clubsterben in Berlin steht kurz bevor – Wir MÜSSEN die Ausbreitung des Corona-Virus JETZT stoppen und gleichzeitig das vollständige Aus der Berliner Clubkultur verhindern.
Die Berliner Clubszene ist durch COVID-19 („Corona“) und die nachvollziehbare Entscheidung der politischen Entscheidungsgewalt, dass vorerst alle Clubs geschlossen bleiben müssen, aktuell existenziell bedroht.

Auf Grund dieser unerwarteten Schließung aller Clubs, versucht ein ungewöhnlich breites Bündnis die Berliner Clubkultur zu retten: Reclaim Club Culture und die Clubcommission Berlin rufen mit Medien-Partnern wie ARTE und Radio 1/RBB über die Website www.unitedwestream.berlin und über die Spenden-Plattform Betterplace zur Unterstützung der Clubs und den betroffenen Künstler*innen, Mitarbeiter*innen und Freiräumen auf. In den Streams wird sich das vielfältige Programm der Berliner Clublandschaft wiederfinden, zu dem DJ-Sets, Live Musik und Performances gehören, aber natürlich auch Talks, Panels und weiterer Input.

Zum Start der Streamingplattform www.unitedwestream.berlin geht die gesamte Berliner Clubszene mit an Bord. Ziel ist es in erster Linie, auf den Spendenaufruf „Save Berlin‘s club culture in quarantine“ aufmerksam zu machen. Durch die behördliche Stilllegung der Clubs sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunst- und Kulturschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und die vielen für Berlin identitätsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Für uns alle gilt es jetzt den Bestand an Cluborten und die damit verbundenen Solidaritätsstrukturen zu sichern.

Solidarität brauchen Viele!

Denn nicht nur die Berliner Nacht- und Feierkultur ist von den aktuellen Entwicklungen existenzbedrohend betroffen. Vielen Menschen fehlt dieser Tage die so wichtige Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die europäischen Grenzen werden stündlich straffer gezurrt. Frauennothilfezentren werden geschlossen. Tafeln und Notunterkünfte für Wohnungs- und Obdachlose müssen ihren Betrieb einstellen.

Deswegen braucht es JETZT eine breite Solidarität. Aber wenn Solidarität beim Pass oder dem Aussehen Unterschiede macht, dann heißt das nicht Solidarität, sondern Rassismus. Unsere Solidarität gilt daher auch denen, die noch viel stärker als wir unter der Pandemie leiden, weil sie zu zehntausenden durch die Grenzpolitik der EU unter menschenverachtenden Bedingungen zusammengepfercht und politisch instrumentalisiert werden. Aus diesen Gründen gehen laut Verteilerschlüssel der Spendenkampgne „United We Stream“ 8 % der Gesamteinnahmen an den “Stiftungsfond Zivile Seenotrettung”, der mit klaren und transparenten Förderkriterien für eine zügige Mittelvergabe an NGOs in Griechenland, sowie die zivile Seenotrettung im Mittelmeer sorgt. Dadurch setzen wir ein zusätzliches solidarisches Zeichen: Es geht um uns Alle.

Wir schließen uns dem Appell von Medico International „Aufnehmen statt sterben lassen“ vom 17.03.2020 an und rufen dazu auf, diesen so schnell wie möglich in die Tat um zu setzen.

Clubsterben stoppen!

Clubs sind nicht nur Orte hedonistischer Feierkultur. Es sind auch Orte der Solidarität und des Zusammenhalts, in denen viele widerständische Gruppen verwurzelt sind, die sich im Kampf gegen patriarchale und kapitalistische Strukturen der Ausbeutung organisieren, sich für den Kampf gegen den #mietenwahnsinn vernetzen, für Freiräume und die Rettung des Klima streiten. Mit der Schließung solcher Kulturorte, von denen ein Teil durch Soli-Partys wichtige Unterstützungsarbeit für antifaschistische, antirassistische und feministische Strukturen leisten, fehlt es gerade überall an notwendigen Geldern. Berliner Clubkultur bedeutet auch eine politische Praxis: für eine offene und queere Gesellschaft: antirassistisch, antifaschistisch, antikapitalistisch, inklusiv, bunt und mit unkommerziellen Einhörnern.

Dazu Rosa Rave: „Lasst uns jetzt zusammenhalten, Nachbarinnen, Geflüchteten und nicht-sesshaften Menschen in Quarantäne helfen und im #solorave zu Hause feiern und spenden, damit wir uns möglichst bald wieder auf den Dancefloors dieser Stadt vergesellschaften können.“

Der größte Dank geht an alle, die gerade Versorgungs- und Sorgearbeit in den Krankenhäusern leisten, die im Privaten und zu Hause emotionale Care-Arbeit übernehmen. Diese Arbeit wird vielerorts von weiblich-sozialisierten Personen übernommen. Hier und in vielen weiteren Bereichen zeigt die Corona-Epidemie gerade schonungslos auf, an welchen Orten und in welchen Bereichen ein radikales Umdenken nötig ist. Hoffentlich bietet das die Chance für eine Abkehr vom bestehendem kapitalistischen „Immer weiter so“. Corona stoppen. Clubsterben verhindern. Patriarchat abschaffen. Kapitalismus überwinden. Neue Rechte in Quarantäne.

Für mehr bezahlte und wertgeschätze Sorgearbeit und bedingungsloses Grundeinkommen für alle.
Für die Aussetzung von Zwangsräumungen ab sofort und auf Dauer.
Für die Garantie auf faire Asylverfahren und ein Bleiberecht für alle.
Für die Abschaffung aller Jobcenter und anderer staatlicher Repressionsbehörden.
Für die Rekommunalisierung von Krankenhäusern und den Ausbau von Kindertagesstätten.
Für die Enteignung aller privater Wohnungsbaugesellschaften und weiterer systemirrelevanter Konzernstrukturen.
Für eine selbstorganisierte, solidarische und klimaneutrale Stadt.
Für die sofortige Aussetzung des blutigen EU-Türkei Deals.
Für die sofortige Evakuierung aller Schutzsuchenden auf Lesbos.

Support your local Club.
Support your local Club workers.
Support your local ANTIFA.
Support your local Refugee-Collective.
Support your local Squat.
Support your local Care-Team.
Support your global Seenotrettung.

#ClubsterbenStoppen.
#UnitedWeStream
#SoloRave
#LeaveNoOneBehind

Reclaim Club Culture, den 18.03.2020
Kontakt: clubculture@riseup.net

Reclaim Club Culture ist ein Netzwerk aus Veranstalterinnen, Clubs- und Festivalbetreiberinnen, sowie Kollektiven, Forscherinnen und Kulturschaffenden der alternativen Clubkultur. In den vergangenen Jahren hat Reclaim Club Culture diverse Demonstrationen und Aktionen gegen die AfD, die Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen, sowie den Themen alternative Stadtpolitik, Verdrängung, gegen das Clubsterben und für eine andere Klimapolitik mit-/organisiert. Zusammen mit vielen anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert sich Reclaim Club Culture gegen den aufkommenden Faschismus in der Gesellschaft und eine neoliberal autoritäre Staatspolitik.

In der Öffentlichkeit ist Rosa Rave Pressesprecherin für das Bündnis. Sie ist eine vielstimmige antifaschistische Clubkulturaktivistin aus der Zukunft.


*** PRESS RELEASE ***

From Reclaim Club Culture regarding the new #unitedwestream fundraising campaign „Save Berlin‘s Club Culture in Quarantine“, March 18, 2020

In cooperation with many individual actors, Reclaim Club Culture and the Club Commission Berlin are launching a fundraising campaign for Berlin clubs, and in support of civilian sea rescue initiatives. As part of the campaign, in cooperation with ARTE, a curated program will be broadcasted every evening from a different club in Berlin via livestream, starting from today, March 18, 2020.

The death of Berlin clubs is imminent if we don‘t take action – we MUST stop the spread of COVID-19 („corona“) NOW and at the same time prevent the complete disappearance of Berlin‘s club culture. Berlin‘s club scene is currently existentially threatened by corona, and the understandable decision by political authorities that all clubs must remain closed for the time being.

Due to the unexpected closure of all clubs, an unusually broad alliance has been started to save Berlin‘s club culture: Reclaim Club Culture and the Clubcommission Berlin, together with media partners including ARTE and Radio 1/RBB, are calling for support for the clubs and all artists, employees and free spaces affected. The campaign will be put into effect via the website www.unitedwestream.berlin and the donation platform Betterplace. The streams will feature the diverse program of Berlin‘s club scene, including DJ sets, live music and performances, but of course also talks, panels, and other inputs.

The entire Berlin club scene will be on board the streaming platform www.unitedwestream.berlin. The primary goal of it is to draw attention to the appeal for the donation campaign „Save Berlin‘s Club Culture in Quarantine“. More than 9,000 employees, and tens of thousands of artists are suddenly out of work due to the official closure of the clubs. Many places that have shaped Berlin‘s identity are on the brink of ruin. Now it is crucial for all of us to secure the existence of club locations and the solidarity structures connected to and associated with them. 

Solidarity is needed by many! 


Not only Berlin‘s nightlife and celebration culture is threatened by current developments. Many people lack the attention and support that is currently so crucial to survival. The European borders are being tightened by the hour. Women‘s emergency aid centres are being closed. Soup kitchen and emergency shelters for the homeless are closing.

Broad solidarity is needed NOW. However, if solidarity differentiates between people on the basis of their passports or appearance, it is not solidarity, but racism. Our solidarity therefore extends to those who are suffering from the pandemic even more than we are. Tens of thousands are still being crammed together and politically exploited under inhuman conditions by the EU‘s border policy. That‘s why 8% of total donations revenue will go to the „Civilian Sea Rescue Foundation Fund” via the „United We Stream“ donation campaign. This will ensure the rapid allocation of funds to NGOs in Greece and those organising civil rescue missions in the Mediterranean Sea with clear and transparent funding criteria. Through this, we are sending an additional signal of solidarity: It‘s concerning us all.We therefore follow Medico International in their appeal, „Refugees welcome! Don‘t shoot“ (17/03/2020), and call for its implementation as soon as possible. 

Stop the death of Berlin clubs! 

Clubs are not only places of hedonistic celebration. They are also places of solidarity and cohesion, where many groups of resistance are rooted. They organise themselves in the fight against patriarchal and capitalist structures of exploitation. They network to fight against the rent madness, or to fight for free urban spaces and for climate justice. The closure of such cultural sites, with some of them providing important support for anti-fascist, anti-racist and queer-feminist structures through solidarity parties, will have an immense effect on such structures as necessary funds for their important work will be missing. The Berlin club culture also stands for a political practice: for an open and queer society that is anti-racist, anti-fascist, anti-capitalist, inclusive, colourful, and equipped with non-commercial unicorns.

Rosa Rave*: „Let‘s stick together now, let‘s help our neighbours, refugees and non-settled people in quarantine. Let‘s celebrate and donate at #solorave at home and donate, in order to socialise again on the dance floors of this city as soon as possible“.

Our greatest thanks goes to all those who are currently providing health care, who work in hospitals and those who do supply and infrastructure maintenance work . To those who are taking on emotional care work in private affairs and at home. In many cases this work is done by individuals socialized and identified as female. Here and in many other areas, the corona epidemic shows mercilessly in which areas and in which regions of the world women* are the most vulnerable. Here and in many other parts of the world, the corona epidemic relentlessly points out where and in which areas a radical readjustment of our way of thinking is needed. Hopefully, this will offer the chance for a let-go from the existing capitalist mantra of the „business as usual“. Stop Corona. Prevent club death. Abolish patriarchy. Overcome capitalism. Putting the New and Alt Right into quarantine. 

For more paid and valued care work and unconditional basic income for all.
For the suspension of forced evictions immediately and permanently.
For the guarantee of fair asylum procedures and a right of residence for all.
For the abolition of all job centres and other repressive authorities of the state.
For the munizipalization of hospitals and the expansion of day care centres.
For the expropriation of all private housing companies and other systemically irrelevant corporate structures.
For a self-organised, solidarity-based and climate-neutral city.
For the immediate suspension of the bloody EU-Turkey deal.
For the immediate evacuation of all those seeking protection on Lesbos. Support your local club.

Support your local club workers.
Support your local ANTIFA.
Support your local Refugee-Collective.
Support your local Squat.
Support your local Care-Team.
Support your global Sea Rescue.#ClubsterbenStoppen.

#UnitedWeStream
#SoloRave
#LeaveNoOneBehind 

Reclaim Club Culture, 18th of March 2020
contact: clubculture@riseup.net

Reclaim Club Culture is a network of event- and partyorganizers, clubs and festivals, collectives, researchers, artists and cultural workers of the alternative club culture.
In the most recent years Reclaim Club Culture has organized and supported a variety of demonstrations and direct action against the AfD, the shut-down policy of the European Union, as well as for a change in city development policy, against gentrification, against the death of clubs and for climate justice. Together with many other initiatives of the civil society Reclaim Club Culture organizes resistance against the rise of Fascism and against neoliberal authoritarian State Politics.

Rosa Rave* functions as the spokes person for the alliance in public affairs. She is a multi-voiced antifascist club culture activist of the future.

Pressemitteilung vom 17.03.20: Berliner Clubs initiieren weltweite Spendensammlung – Die Party geht online weiter!

Berliner Clubs initiieren weltweite Spendensammlung

Die Party geht online weiter!

Berlin. Die Berliner Clubs, Veranstalter*innen und Künstler*innen zeigen sich untereinander solidarisch und starten zum Mittwoch, den 18. März die gemeinsame Streamingplattform unitedwestream.berlin, um auf eine Spendensammlung aufmerksam zu machen. In den kommenden Wochen werden Berliner Clubs in Zusammenarbeit mit ARTE concert täglich ihre virtuellen Türen öffnen und ein mehrstündiges Programm bieten.

Die Berliner Clubkultur steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Am Freitag, dem 13. März wurde das gesamte Berliner Nachtleben behördlich stillgelegt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Damit sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunstschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und die vielen für Berlin identitätsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarantäne sitzt, unterstützen sich Berliner Clubs, Veranstalter*innen und Künstler*innen untereinander und starten am Mittwoch, den 18.03.2020 den größten digitalen Club unter www.unitedwestream.berlin

Täglich ab 19 Uhr laufen Beiträge aus wechselnden Clubs online. Neben einer Live-Übertragung von DJ-Sets, Live-Musik und Performances wird diePlattform auch Gesprächsrunden, Vorträge und Filme rund um clubkulturelle Themen bieten.

#UnitedWeStream ist eine Initiative der Berliner Clubcommission und des Reclaim Club Culture Netzwerks. Als Partner konnte der renommierte TV-Sender ARTE Concert, der Radiosender radioeins sowie das Berliner Label SUOL zur Bereitstellung und technischen Betreuung der Streamingtechnologie gewonnen werden. betterplace.org stellt für die Spendensammlung ihre Plattform zur Verfügung. Besucher*innen der Seite werden aufgerufen, freiwillig zu spenden und werden damit Teil des “virtuellen Clubs”. Die Einnahmen der Streams fließen in eine Spendensammlung für soziale Härtefälle, mit dem unter der Coronavirus-Quarantäne notleidende Clubs und Künstler*innen unterstützt werden können. 

Zudem fließen 8% der Einnahmen an den “Stiftungsfond Zivile Seenotrettung”, dessen klare und transparente Förderkriterien eine zügige Mittelvergabe an die zivile Seenotrettung im Mittelmeer ermöglicht. Dadurch setzt die Initiative ein zusätzliches solidarisches Zeichen: Es geht nicht nur um Clubs – Solidarität brauchen Viele! 

Für Ausschüttungen der Spendensammlung wurde ein Kriterienkatalog entwickelt und eine unabhängige Jury beauftragt. 

Direktes Spendenkonto: 

Berlin Worx e.V.
IBAN DE 55 4306 0967 1179 9831 00
bei der GLS Bank

Supportnoten:

Björn Lampe, Vorstand betterplace.org: “Als Unternehmen im Herzen Kreuzbergs sind wir der Berliner Clubkultur schon immer eng verbunden. Nicht nur schätzen wir die unmittelbare Nachbarschaft dieser kreativen Szene, uns ist auch bewusst, welch wichtige Rolle sie für die Berliner Wirtschaft und vor allem für Berlin an sich spielt. In Zeiten wie diesen wollen wir zusammenstehen und freuen uns sehr, die Initiative “United we stream” mit unserer Fundraising-Plattform und unseren Charitystream-Tools unterstützen zu können.”
Anja Caspary, Musikchefin von radioeins: “Radioeins unterstützt die Spendenkampagne aus vollem Herzen, denn die Berliner Musikkulturszene ist unsere Lebensader. Berichte und Interviews mit Bands und Musiker*innen, Künstler*innen und  DJs gehören zu unserer DNA und wir Radiomacher*innen sind jeden Abend in den Clubs und Konzertvenues anzutreffen. In Krisenzeiten geht es der Kultur immer zuerst an den Kragen, deshalb ist es gut, wenn wir allen Menschen aufzeigen können, wie sie helfen können, denn es  wäre eine große Tragik, sollte die Musikszene Corona nicht überleben.”

English Version:

In virtual solidarity
The party goes on!

Berlin. Berlin’s clubs, event organizers and artists support each other in solidarity. On Wednesday, the 18th of March, they begin a joint streaming platform. In the upcoming weeks, Berlin ́s clubs, in cooperation with ARTE Concert, open their virtual doors daily to offer a program lasting several hours. Participants are kindly asked to make donations.

The Berlin Club Culture is facing its biggest challenge in history. On Friday, the 13th of March 2020, the whole of Berlin ́s night life was officially shut down to prevent the spreading of coronavirus. Therefore, about 9000 employees, as well as tens of thousands of artists are without work and wages and the many places that give Berlin part of its identity face their ruin.

As a reaction to closing all Berlin clubs and the rest of the world being in quarantine, Berlin ́s clubs, event organizers and artists declare their support for each other. On Wednesday, the 18th of March, they begin the biggest digital club on www.unitedwestream.berlin, daily from 7pm CET on and from changing venues. Next to streaming Live Dj-sets, Live-Music and Live- performances, it will be a platform for discussion rounds, presentations and movies addressing all themes concerning our club culture.

#UnitedWeStream
is an initiative by the Berlin Club Commission and the campaign platform, Reclaim Club Culture. We are grateful to have won ARTE Concert, radioeins, rbb, ALEX TV, FLUX FM and the Berlin label SUOL and ifbbw as cooperating partners for providing and maintaining the streaming technology. betterplace.org offered themselves as a donation platform. Visitors to their page will be asked for a voluntary donation and in return will receive a „Virtual Club Ticket“. All the streaming income will flow directly to a relief fund which will support clubs, event organizers and artists in need. And for this case, a specific criteria catalog has been developed, as well as an independently assigned jury to make decisions about the distribution of these funds.

Donation account:
Berlin Worx e.V.
IBAN DE 55 4306 0967 1179 9831 00
at GLS-Bank

Support quotes:

Björn Lampe, CEO of betterplace.org: “As a company in the heart of Kreuzberg, we have always been closely connected to Berlin’s club culture. Not only do we appreciate the immediate neighborhood of the creative scene, we are also aware of the important role it plays for the Berlin economy and especially for Berlin itself. In times like these, we want to stand together and are very happy to be able to support the United We Stream initiative with our fundraising platform and our charity stream tools. “

Anja Caspary, Music Director of radioeins: “Radioeins supports the fundraising campaign wholeheartedly because the Berlin music culture scene is our lifeline. Reports and interviews with bands and musicians, artists and DJs are part of our DNA and we radio people can be found in the clubs and concert venues every night. In times of crisis, culture always struggles first. Therefore, it’s good that we can show everyone how they can help because it would be a great tragedy if the music scene did not survive corona. ”