Mittelgenerierung und Verwendungszweck

United We Stream wird an mehreren Tagen in der Woche Streams aus immer unterschiedlichen Clubs anbieten. Während dieser Streams können Unterstützer*innen über eine Fundraising-Plattform einen variabelen Betrag für Berliner Clubs spenden. 

Alle Einnahmen der Streams fließen in einen Rettungsfond, mit dem notleidende Clubs unterstützt werden können und aus dem 8% an den Stiftungsfonds Zivile Seetnotrettung fließen. Für Ausschüttungen des Rettungsfonds hat die Clubcommission Berlin e.V und Reclaim Club Culture einen Kriterienkatalog entwickelt und eine unabhängige Jury beauftragt.

Wer kann sich bewerben?

Für den Fonds bewerben können sich Clubs und Live-Musikspielstätten, die ihren Sitz in Berlin haben und deren Publikumskapazität nicht mehr als 1500 Gäste umfasst. Einzelne Künstler*innen, Veranstalter*innen oder Kollektive können sich leider nicht bewerben. Sie können indes im Rahmen der 20-prozentigen Ausschüttung der Clubs aus dem Hosting-Pool Berücksichtigung finden. Es liegt im Ermessensspielraum der Clubs, an wen dieses Geld fließt.

Die Jury

Die Rechtmäßigkeit der Antragstellung erfolgt durch ein Gremium, das darüber hinaus auch als Jury fungiert, die die Aufgabe hat, die rechtmäßigen Anträge entsprechend verschiedener Kriterien zu gewichten. 

Die Jury ist ein durch die Clubcommission Berlin (CC) und Reclaim Club Culture (RCC) zu bestimmendes 6-köpfiges Gremium. Die Jury ist ein divers zusammengesetztes Gremium, das möglichst viele Facetten der Berliner Clubkultur möglichst gut vertritt und kennt:

Nicole Erfurth

Mitglied im Vorstand Berlin Worx e.V.

Als Gestalterin, Soziologin und Nonprofit Managerin werden gute Taten zu ihrer Mission. Ebenso engagiert setzt sie sich für Kulturschaffende in Berlin, Brandenburg und bundesweit ein. In der Clubcommission entwickelt Sie Freiflächen für Free Open Airs und Festivals, initiiert Netzwerktreffen und realisiert Weiterbildungsangebote für Veranstalter*innen.

Lutz Leichsenring

Mitglied im Vorstand Clubcommission e.V.

Lutz Leichsenring ist seit 2009 Vorstandsmitglied und der Sprecher der Clubcommission Berlin. Er ist zudem Beirat des Musicboard Berlin und Mitglied im Ausschuss Kreativwirtschaft der IHK Berlin. 2017 initiierte er das Projekt Creative Footprint, eine gemeinnützige Initiative, die kreativ-genutzte urbane Räume misst und indiziert, die nach Berlin auch in New York und Tokio angewendet wird.

Katja Lucker

Geschäftsführerin Musicboard Berlin

Katja Lucker, geboren in Norddeutschland und seit 1990 in der Berliner Musikszene aktiv. Nachdem sie als Kulturmanagerin u.a. für das Kesselhaus, den Karneval der Kulturen, die RUHR.2010 und die Berliner Festspiele arbeitete, wurde sie 2012 berufen, das Musicboard Berlin als landeseigene Fördereinrichtung für Popmusik aufzubauen. Als Geschäftsführerin des Musicboards ist sie seit 2015 zudem Festivalleiterin des Pop-Kultur Festivals und seit 2018 verantwortlich für die Organisation der Fête de la Musique in Berlin.

Sven von Thülen

DJ und Author “Der Klang der Familie”

Sven von Thülen ist DJ, Produzent, langjähriger Redakteur bei De:Bug, ehemaliger Chefredakteur bei Electronic Beat und Co-Autor der mittlerweile in fünf Sprachen übersetzten Berlin-Techno-Oral-History “Der Klang der Familie”. Clubs sind sein zweites zu Hause, seitdem er Mitte der 90er nach Berlin gezogen ist.

Rosa Rave

Reclaim Club Culture

Rosa Rave* ist eine clubpolitische Sprecherin aus der Zukunft. Sie ist erstmalig zu „AfD-Wegbassen!“ 2018 öffentlich in Erscheinung getreten und macht sich für die notwendige (Re-) Politisierung von Clubkultur stark. Sie engagiert sich im Kampf gegen den Faschismus in Europa, kritisiert patriarchale Strukturen in allen Lebensbereichen und streitet für soziale, städtische und kulturelle Freiräume. Rosa Rave* verkörpert das Netzwerk Reclaim Club Culture, ein Zusammenschluss von verschiedenen Clubs, Kollektiven und Künstler*innen.