66 Anträge

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554.011,64 € Spendensumme

146.666,52 € Supporting-Pool
318.881,03 € Culture-Pool
44.143,16 € Not ist nicht gleich Not Topf

Eine genaue Aufteilung der Gelder je Veranstalter*in oder Club können wir aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichen.
Hier jedoch die Aufteilung der einzelnen Pools.

302.222,16 € 1. RUNDE – 18.3-15.4.20
62.222,00 € Supporting-Pool 20 %
216.000,00 € Culture-Pool 72 %
24.000,00 € Not ist nicht gleich Not Topf 8%

251.789,48 € 2. RUNDE – 16.4.-18.06.20
84.444,36 € Supporting-Pool
102.881,03 € Culture-Pool
20.143,16 € Not ist nicht gleich Not Topf 8%

44.320,93 € Verwaltungskosten* 8 % von der gesamten Spendensumme





WER KONNTE SICH BEWERBEN?

Es konnten sich Clubs/Live-Musikspielstätten mit Sitz in Berlin und mit bis zu maximal 1.500 Zuschauerplätzen bewerben. Hierzu möchten wir darauf hinweisen, dass unser gesammeltes Budget nur eine Nothilfe für existenziell bedrohte Clubs sein kann. Grundsätzlich soll der Club vorrangig Mittel aus eigenen Spenden und Rücklagen zur Sicherung der Mietzahlungen einsetzen.

Genauer gesagt kommen für die Teilnahme gemeinnützige, gemeinwohlorientierte sowie gewerblich betriebene Clubs und Live-Musikspielstätten, deren Räumlichkeiten, in denen die Veranstaltungen vollzogen werden und die in Berlin liegen, in Frage. Clubs und Live-Musikspielstätten im Sinne dieser Richtlinie sind Orte musikalischer Prägung, die mindestens 24 Veranstaltungen pro Jahr nach dem U-K Tarif (Live-Konzerte) der GEMA abrechnen. Alternativ können 48 Veranstaltungen unter Mitwirkung „künstlerischer DJs“ bzw. eine Mischung aus beiden Veranstaltungsarten im Verhältnis 1:2 zur Antragstellung berechtigen.

Einzelne Künstler*innen, Veranstalter*innen oder Kollektive können sich leider nicht bewerben. Sie können indes im Rahmen des Supporting-Pools Berücksichtigung finden, sofern sie gemeinnützig oder besonders förderungswürdig sind. 

WIE WURDE BEWERTET?

ERMITTLUNG DER PUNKTZAHL EINES ANTRAGS

Jeder rechtmäßige Antrag nimmt an der Entscheidung, ob es sich hierbei um einen geeigneten Veranstaltungsort für die geplante Konzertreihe handelt, teil. Jeder Antrag erhält zunächst 50 BASISPUNKTE, mit der er im Pool gewichtet ist. Hinzukommen mögliche 25 Punkte für “Harte” Kriterien und mögliche 25 Punkte für “weiche” Kriterien. So ergibt sich eine maximale Punktzahl von 100 Punkten.

“Harte” Kriterien (max. 25 Punkte)

Es gibt zwei Harte Kriterien, die zum Basis-Punktesatz des Antrags eine zusätzliche Punktzahl addieren:

(a1) Anzahl der Jahre, die der Club in Berlin existiert ODER
(a2) Anzahl der Jahre, an denen am derzeitigen Standort Clubkultur existiert:

1 bis 5 Jahre   3 Punkte
5 bis 10 Jahre   6 Punkte

Über 10 Jahre 10 Punkte

(a3) Anzahl der fest (versicherungspflichtig) angestellten Mitarbeiter*innen im Club (Stichtag 05.03.2020) sowie Minijobber*innen. 

  • Minijob bzw. bis 10 h/Woche multipliziert mit Faktor 0,3
  • 10h/Woche bis 30 h/Woche multipliziert mit Faktor 0,6
  • Über 30 h/Woche Anzahl

Durch Addition aller Angestellten (im Produkt mit ihrem jeweiligen Faktor) ergibt sich eine Gesamtsumme:

  • bis 10,0 – 3 Punkte
  • 10,1 bis 20,0 – 7 Punkte
  • 20,1 bis 50,0 – 10 Punkte
  • Über 50 – 15 Punkte

“Weiche” Kriterien (max. 25 Punkte)

Neben den harten Kriterien geben wir den Clubs zusätzlich die Gelegenheit, für die Darstellung einiger “weicher” Kriterien, die für die Berliner Clubkultur von besonderer Bedeutung sind, weitere Punkte zu erhalten. Dafür geben sie freiwillig Auskunft über den Stellenwert folgender Themen für ihren Club:

  • Inklusivität: Es werden sowohl  beim Publikum, als auch bei der Belegschaft ernsthafte Anstrengungen unternommen, eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von eventuellen Beeinträchtigungen, Alter, Geschlecht, Herkunft, sozialem Status oder sonstigen individuellen Merkmalen.
  • Diversität und Geschlechtergerechtigkeit: Die bewusste Unterstützung von Künstler*innen unterschiedlicher sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft und People of Color. Sowie ein ausgewogener Anteil bzw. ein gerechtes Verhältnis zwischen Frauen, Männern, Trans*- und intersexuellen Personen. Sowohl vor als auch hinter dem DJ-Pult.
  • Awareness und Awareness-Arbeit:
    • Awareness bezeichnet das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit für Situationen, in denen die Grenzen anderer überschritten werden bzw. wurden. Alle Formen von Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt können dabei eine Rolle spielen, es geht aber auch um Sensibilität für das Wohlbefinden einer Person.
    • Awareness-Arbeit zielt darauf ab, dass sich alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Identität, Hautfarbe, Herkunft, Aussehen und körperlichen Fähigkeiten möglichst wohl, frei und sicher fühlen können. Grenzüberschreitende Situationen und (sexualisierte) Gewalt sollen durch Bewusstmachung von Strukturen und deren Reflexion bereits im Vorfeld verhindert werden. Wenn sie doch auftreten, gibt es geschultes Personal, an das sich betroffene Personen wenden können, um Beratung, Unterstützung und gegebenenfalls Hilfe zu bekommen.
  • Dazu gehören unter anderem aufklärendes Infomaterial, eigens dafür eingesetzte Teams neben dem Sicherheitsteam, Aushänge und Konzepte zur aktiven Unterstützung und die aktive Begleitung von durch Übergriffe betroffenen Personen bei der Aufarbeitung des Erlebten.
  • Sozio-kulturelles Engagement: Die Organisation/Unterstützung solidarischer und gemeinschaftsstiftender Aktivitäten, Beteiligung an bzw. von sozio-kulturellen Events (Demonstrationen, Infoveranstaltungen etc.), sowie die Förderung von Harm Reduction im Club u. ä.
  • Ökologische Nachhaltigkeit: Bestrebungen, einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Clubbetrieb zu ermöglichen, bspw. indem auf Energieeffizienz, kurze Lieferketten, nachhaltige Produkte, Müllvermeidung oder den Code of Conduct (Zero Waste e.V.) geachtet wird.

Jede dieser fünf Kriterien kann bis zu 5 weitere 1 bis 5 Punkte bringen. Anhand der Ausführungen der Clubs sowie aus eigenen Erfahrungen einigt sich der Jury-Beirat bei diesen Kriterien auf eine Punktzahl (Konsensprinzip).

Jeder Club gibt selbst an, inwiefern er diese Kriterien innerhalb seiner Belegschaft/seines Teams berücksichtigt sieht, sowie welchen Stellenwert sie bei der Türpolitik, ihrem Publikum und der musikalischen/künstlerischen Kulturproduktion darstellen. Dies beschreiben sie bei der Antragsstellung bestenfalls durch die Nennung besonderer Veranstaltungsformate, getroffener Maßnahmen (im Zeitraum der letzten 12 Monate) und einer kurz gehaltenen Selbsterklärung.

Es ist uns wichtig, dass alle Clubs angehalten sind, ihre Rolle als Kulturproduzent*innen zu reflektieren und ihren Umgang mit unterrepräsentierten Gruppen, weniger privilegierten Positionen und der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung zu hinterfragen.

Berechnung des Culture-Pools in der 1. RUNDE – 18.3.-15.4.2020

RECHTSANSPRUCH, ÄNDERUNGEN, GERICHTSSTAND

United We Stream ist eine Initiative des Clubcommission Berlin e.V., des Netzwerks Reclaim Club Culture, vielen weiteren Akteur*innen aus der Clubkultur und dem gemeinnützigen Verein BERLIN WORX e.V..

Die Urheber behalten sich vor, einzelne Punkte zu ändern, zu ergänzen oder zu streichen. 

Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme an dieser Konzertreihe und auf die Höhe der übernahmefähigen Kosten besteht in keinem Fall. 

Gerichtsstand ist Berlin.



*Verwaltungskosten sind meist Gemeinkosten. Darunter fallen Werbungskosten, Honorarvergütungen für Sachbearbeitung, Anwaltskosten und eine Ehrenamts-Pauschale. Sie lassen sich nicht unmittelbar einem bestimmten Leistungsbereich zuordnen. Im Sinne einer satzungsgemäßen Mittelverwendung sind Verwaltungskosten alle Aufwendungen, die nicht unmittelbar den steuerbegünstigten Zwecken zugute kommen, sondern durch den allgemeinen Funktionserhalt der Organisation entstehen. Eine ausschließlich unmittelbare Mittelverwendung ist gemeinnützigkeitsrechtlich nicht gefordert. Die Selbstlosigkeit fehlt nicht bereits deshalb, weil Mittel der Körperschaft für Verwaltung, Mitgliederwerbung oder Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden, wenn diese Ausgaben zur Begründung und Erhaltung der Funktionsfähigkeit und damit auch zur Verfolgung des satzungsgemäßen Zwecks erforderlich sind (Bundesfinanzhof [BFH], Urteil vom 18.12.2002, Az: I R 60/01; Abruf-Nr. 073947).